Bedienungsanleitung

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Neuauflage November 2016, Update Juli 2017
Daniel Bähler, Fürsprecher, Oberrichter, Bern
Prof. Dr. Annette Spycher, Fürsprecherin, LL.M, Bern
Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen
Stand: 11.07.2017

Die Tabellen für Unterhalts- und Steuerberechnung sind in den Kantonen Bern, Zürich, Luzern, Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau und St. Gallen einsetzbar (aktuell: BE, ZH, AG; einigermassen aktuell: SO, BS, BL; nicht aufdatiert: LU, FR, SG), die übrigen Tabellen in der gesamten Schweiz. Zur Verwendung der Tabellen für Unterhalts- und Steuerberechnung in anderen Kantonen siehe Daniel Bähler, Unterhaltsberechnungen – von der Methode zu den Franken, FamPra.ch 2015, 271, 308.

Die Tabellen sind zur Verwendung ausschliesslich durch im Familienrecht spezialisierte Personen bestimmt. Diese sollten zusätzlich über Kenntnisse des Rechts der direkten Steuern natürlicher Personen sowie über Anwendungskenntnisse der Tabellenkalkulation Microsoft Excel verfügen.

Inhalt

1 Technische Voraussetzungen
2 Lieferumfang und Installation

2.1 Unterhalts- und Steuerberechnungen
2.2 Güterrecht
2.3 Vorsorgeausgleich
2.4 Weitere Tabellen

3 Funktionsweise der Excel-Tabellen
4 Einsatz der Tabellen

4.1 Allgemeines
4.2 Unterhalts- und Steuerberechnungen
4.3 Güterrecht
4.4 Vorsorgeausgleich (Teilung der Austrittsleistungen)
4.5 Unentgeltliche Rechtspflege

1 Technische Voraussetzungen

Die Unterhalts- und Steuerberechnungen sind im Format xlsm (Excel-Arbeitsmappe mit Makros) abgespeichert. Die Makros ermöglichen eine Neuberechnung von Unterhalt und Steuern sowie eine Berechnung der Voraussetzungen für die unentgeltliche Rechtspflege im Kanton Bern. Die übrigen Tabellen sind im Format xlsx (Excel-Arbeitsmappe) abgespeichert. Alle Tabellen funktionieren mit Microsoft Excel, Versionen 2007, 2010, 2013 und 2016 für Windows sowie Versionen 2008, 2011 und 2016 für Mac (bei Version 2008 ohne Makros). Der Einsatz auf Tablets mit Betriebssystem Android ist mit Excel für Android oder Office HD PlanMaker von SoftMaker möglich (ohne Makros).
Die Verwendung auf anderen Tabellenkalkulationsprogrammen und Betriebssystemen ist nicht ausgeschlossen, wurde von der Herausgeberschaft aber nicht geprüft.

2 Lieferumfang und Installation

Es werden folgende Tabellen (Arbeitsmappen) geliefert:

01-start.xlsx Tabelle mit Hyperlinks auf die Berechnungstabellen 07.2017

2.1 Unterhalts- und Steuerberechnungen (deutsch/französisch)

11-uh-lebenskosten.xlsm Unterhalts- und Steuerberechnung mit Betreuungsunterhalt nach konkreter Lebenskostenmethode (Spycher/Bähler) und Vorsorgeunterhalt 07.2017
12-uh-betreuungsquoten.xlsm Unterhalts- und Steuerberechnung mit Betreuungsunterhalt nach Betreuungsquotenmethode (Schweighauser/Jungo/Aebi-Müller) und Vorsorgeunterhalt 07.2017
15-uh-alternierend.xlsm Unterhalts- und Steuerberechnung für alternierende Betreuung nach konkreter Lebenskostenmethode und Vorsorgeunterhalt 07.2017
16-uh-ohne_kinder.xlsm Unterhalts- und Steuerberechnung nach betreibungsrechtlichem Existenzminimum mit Überschussverteilung ohne Kindesunterhalt, mit Vorsorgeunterhalt 11.2016
17-uh-vor_trennung.xlsx Berechnung des Unterhalts vor der Trennung (gebührender Unterhalt), ohne Steuerberechnung 10.2016
19-st-liegenschaften.xlsx Steuerliche Behandlung von Liegenschaften bei getrennter Veranlagung (nur deutsch) 03.2008

2.2 Güterrecht (deutsch)

21-gr-sofort.xlsx Güterrechtliche Auseinandersetzung (Errungenschaftsbeteiligung) mit sofortiger Zuordnung der Vermögenswerte zu den Gütermassen 04.2003
22-gr-spaeter.xlsx Güterrechtliche Auseinandersetzung (Errungenschaftsbeteiligung) mit späterer Zuordnung der Vermögenswerte zu den Gütermassen 04.2003
23-gr-zgb206.xlsx Mehrwertberechnung gemäss Art. 206 ZGB (Gütermassen beider Ehegatten) 01.2003
24-gr-zgb209.xlsx Mehrwertberechnung gemäss Art. 209 Abs. 3 ZGB (verschiedene Gütermassen eines Ehegatten) 01.2003
25-gr-liq-gesellschaft.xlsx Liquidation einfache Gesellschaft unter Ehegatten 08.2016

2.3 Vorsorgeausgleich (deutsch)

31-vs-austrittsleistungen.xlsx Teilung der Austrittsleistungen gemäss Art. 122 f. ZGB und Art. 22a FZG 11.2016
32-vs-fzg22b.xlsx Teilung der Austrittsleistungen mit zusätzlicher Berechnung gemäss Art. 22b FZG (Austrittsleistung im Zeitpunkt der Heirat nicht bekannt) 11.2016
33-vs-vorbezug-wef.xlsx Teilung der Austrittsleistungen bei Vorbezug für Wohneigentumsförderung 11.2016
39-vs-aufzinsung-bvg.xlsx Aufzinsung mit dem jeweiligen BVG-Mindestzinssatz 11.2016

2.4 Weitere Tabellen (deutsch)

41-ur-be-allgemein.xlsx Unentgeltliche Rechtspflege Kanton Bern, Berechnung allgemein (ohne getrennt lebende Ehepaare) 01.2012
42-ur-be-ehepaar Unentgeltliche Rechtspflege Kanton Bern, Berechnung für getrennt lebendes Ehepaar 01.2012
51-erbteilung.xlsx Erbteilung 04.2001
61-nettorendite.xlsx Nettorendite im Mietrecht 09.2013
71-neues_vermoegen.xlsx Neues Vermögen (Art. 265a SchKG) 09.2013
91-zins-einzeln.xlsx Zinsberechnung einzeln 09.2013
92-zins-kette.xlsx Zinsberechnung Kette 09.2013

Es wird empfohlen, das ganze Paket in einem Ordner auf der Festplatte oder einem Server abzuspeichern. Empfehlenswert ist weiter, eine Verknüpfung mit der Datei «01-start.xlsx» auf dem Desktop einzurichten (Klick mit rechter Maustaste auf die Datei im Windows-Explorer, Senden an, Desktop). Dies ermöglicht einen einfachen Einstieg in das Dateisystem.

Der Start des Dateisystems erfolgt durch Öffnen der Datei «01-start.xlsx». Die einzelnen Dateien können aber auch direkt über den Explorer geöffnet werden.

3 Funktionsweise der Excel-Tabellen

Die nachfolgenden Ausführungen beruhen auf dem Programm Microsoft Excel 2016 für Windows.

Die gelieferten schreibgeschützten Excel-Tabellen können ab dem Speicherort auf der Festplatte oder dem Server geöffnet werden. Auf der Festplatte oder dem Server können sie auch verändert werden, wenn zuvor der Schreibschutz ausgeschaltet wurde (im Windows-Explorer mittels Klick mit der rechten Maustaste auf den Dateinamen und Entfernen des Häkchens «Schreibgeschützt» im Menüpunkt «Eigenschaften»). So können z.B. der Autorenname, die Sprache oder der am Häufigsten verwendete Kanton ein für alle Mal in die Tabelle aufgenommen werden. Nicht vergessen, anschliessend den Schreibschutz wieder einzuschalten!
Die bearbeiteten Tabellen können unter einem beliebigen Namen und an einem beliebigen Ort (Festplatte, Server, USB-Stick) abgespeichert werden.

Die Tabellen sind auf den Zoomfaktor 100 % eingestellt. Dieser kann in Excel auf verschiedene Weise verändert werden (Menüpunkt «Ansicht» oder Schieberegler unten rechts). So ist es möglich, die Ansicht auf die Grösse und Auflösung des Bildschirms anzupassen.

Bei den Tabellen für Unterhalts- und Steuerberechnung mit Vorsorgeunterhalt wird die Steuerberechnung laufend entsprechend den eingegebenen Zahlen aktualisiert. Dies gilt ebenfalls für den Vorsorgeunterhalt, sobald der Jahrgang der berechtigten Person eingegeben und im Eingabefeld oben auf dem Hauptblatt «j» oder «o» steht (Dropdown-Menü). Die automatisch ermittelten Beträge können gelöscht oder überschrieben werden. Mit Klick auf die roten Schaltflächen kann eine Neuberechnung ausgelöst werden.

Es ist ohne Weiteres möglich und gestattet, die Tabellen zu verändern, sei es durch Anpassung von Formeln oder durch Einfügen oder Löschen von Zellen oder Zeilen. Es ist dabei jedoch mit Vorsicht vorzugehen. Insbesondere dürfen Zeilen nur in der Mitte von Berechnungen, nicht aber an deren Anfang oder Ende eingefügt oder gelöscht werden. Bei den Tabellen mit Steuerberechnungen sollten keine Zeilen gelöscht werden, da sonst Bezüge verloren gehen können, was die Rechnung definitiv blockiert. Überflüssige Zeilen können jedoch ausgeblendet werden (Klick mit der rechten Maustaste auf die Zeilennummer, dann Wahl des Menüpunktes «Ausblenden»). Wenn Zeilen oberhalb der Zeile «Laufende Steuern» eingefügt werden, wird das Makro «Berechnen» (rote Schaltfläche zur Neuauslösung der Steuerberechnung) verfälscht, mit der Folge, dass unrichtige Resultate geliefert werden. Dasselbe gilt für die Berechnung des Vorsorgeunterhalts, wenn Zeilen oberhalb der Zeile «Private Vorsorge/Lebensversicherungen» eingefügt werden. Für besondere Bestandteile von Einkommen und Bedarf können die untersten, leeren Zeilen verwendet werden.

Bei den Tabellen für Unterhalts- und Steuerberechnung enthalten gewisse Zellen den Wert 1, rosa eingefärbt. Es handelt sich dabei um Zellen, die immer einen Betrag aufweisen sollten (Beschäftigungsgrad und Einkommen unterhaltsverpflichtete Person, Wohnkosten, Krankenversicherungsprämien). Sobald eine andere Zahl eingegeben wird, verschwindet die Einfärbung.

Beim Verschieben von Einträgen mittels Ziehen und Ablegen ist zu beachten, dass jeweils auch die Formate (namentlich Rahmen) verschoben und am ursprünglichen Ort entfernt werden. Dem kann vorgebeugt werden, indem während des Vorgangs die Ctrl-Taste gedrückt gehalten wird. Dadurch wird der Eintrag mit den Formaten kopiert. Am ursprünglichen Ort kann dann der blosse Eintrag mittels Tastendruck auf «Delete» gelöscht werden. Mit dem Pinsel-Symbol im Menüpunkt «Start, Zwischenablage» (oben links) können im Übrigen Formatierungen auf einfache Weise kopiert werden.

Einige Tabellen enthalten Kommentare zu einzelnen Zellen, welche durch Überfahren von oben rechts rot markierten Zellen erscheinen. Es gibt auch Hyperlinks (in blauer bzw. violetter Farbe), welche Webseiten öffnen.

Für die Fallbearbeitung kann es sinnvoll sein, sämtliche benötigten Tabellen in einer einzigen Datei abzuspeichern. Zu diesem Zweck ist zunächst eine Unterhalts- und Steuertabelle zu erstellen. Anschliessend kann eine Güterrechtstabelle geöffnet und mit dem Befehl «Verschieben oder kopieren» (Rechtsklick auf die Lasche unterhalb der Tabelle) in die Unterhalts- und Steuertabelle verschoben werden. Mit etwas Excel-Kenntnissen können dann auch Verknüpfungen zwischen Güterrecht und Unterhalt hergestellt werden. Auf dieselbe Weise können Mehrwertberechnungen und Berechnungen der Austrittsleistungen in eine solche «all-in-one»-Datei integriert werden.

Es ist auch möglich, durch Querverweise einzelne Werte von einer Tabelle in eine andere zu übernehmen, so dass sie jeweils aufdatiert werden. Dieses Vorgehen empfiehlt sich, wenn Unterhalts- und Steuerberechnungen für mehrere Zeitpunkte durchgeführt werden sollen, und davon ausgegangen wird, dass sich gewisse Faktoren (z.B. Einkommen der unterhaltsverpflichteten Person) durch den Zeitenlauf nicht verändern. Dabei ist allerdings grosse Sorgfalt geboten.

Zum Ausdrucken sind die meisten Tabellen so eingerichtet, dass jedes Blatt der Tabelle auf ein einziges A4-Blatt (das Hauptblatt der Unterhalts- und Steuerberechnungen auf zwei Blätter) ausgedruckt wird. Falls die Zahlen zu klein erscheinen, können überflüssige Zeilen wie oben beschrieben ausgeblendet werden. Im Weiteren ist im Menüpunkt «Seitenlayout, Seite einrichten, Blatt» die Option «Schwarzweissdruck» aktiviert.

4 Einsatz der Tabellen

4.1 Allgemeines

Es liegt in der Natur von elektronischen Berechnungen, dass sie ausschliesslich und wertfrei Zahlen verarbeiten. Die Tabellen enthalten zudem generelle Formeln, die möglicherweise nicht auf den Einzelfall zugeschnitten sind. Es ist deshalb grosse Sorgfalt auf die Bestimmung der einzugebenden Zahlen und auf die Überprüfung des erhaltenen Ergebnisses auf Plausibilität und Gerechtigkeit zu verwenden. Die Tabellen funktionieren für einen grossen Teil der Fälle, jedoch nicht bei speziellen Konstellationen (z.B. mehr als vier bzw. bei alternierender Betreuung mehr als drei Kinder, Kinder aus verschiedenen Beziehungen, unterschiedliche Obhutsverhältnisse).

4.2 Unterhalts- und Steuerberechnungen

Siehe dazu auch den Fachkommentar von Prof. Dr. Annette Spycher zur Unterhaltsberechnung, die Bedienungsanleitung zur Steuerberechnung und den Artikel von Daniel Bähler zu Familienunterhalt und Steuern auf dieser Webseite.

Die Berechnungen der Steuern und des Vorsorgeunterhalts funktionieren nur, wenn im Menüpunkt «Datei, Optionen, Formeln» (Excel für Mac: «Excel, Einstellungen, Berechnung») bei «Iterative Berechnung aktivieren» ein Haken gesetzt ist. Andernfalls wird ein Zirkelbezug gemeldet. Zur Neuberechnung mittels Klick auf die roten Schaltflächen müssen zudem die Makros aktiviert sein (Menüpunkt «Datei, Optionen, Trust Center, Einstellungen für das Trust Center, Makroeinstellungen»).

Beim Einsatz auf Tablets mit Microsoft Excel oder PlanMaker Mobile für Android werden Makros nicht unterstützt, so dass eine Neuberechnung mit Klick auf die roten Schaltflächen nicht möglich ist.

Alle Eingaben sind auf dem Hauptblatt vorzunehmen. Eingaben auf dem Blatt «Unterhalt» verfälschen die Rechnung (Ausnahme: Tabelle «16-uh-ohne_kinder.xlsm»).

Bei den Tabellen für Unterhalts- und Steuerberechnungen kann die Beschriftung in den Tabellen selbst (nicht jedoch in den gelb unterlegten Kommentaren) durch Eingabe des Buchstabens «f» im dafür vorgesehenen Feld auf Französisch umgestellt werden.

Die Datei «11-uh-lebenskosten.xlsm» zur Berechnung des familienrechtlichen Unterhalts nach revidiertem Recht (konkrete Lebenskostenmethode) besteht aus drei Blättern, in welche Eingaben erfolgen (Hauptblatt, Steuerangaben, Vorsorge) und aus vier weiteren Blättern, welche der Berechnung dienen (Unterhalt, Steuerberechnung, Grundlagen, Steuertarife). Die Tabelle ist nur geeignet für Fälle, bei denen ein Elternteil alle Kinder hauptsächlich betreut. Für Fälle mit alternierender Betreuung oder mehreren Kindern mit verschiedenen Betreuungsverhältnissen eignet sie sich nicht bzw. muss manuell angepasst werden. Bei alternierender Betreuung kann die Datei «15-uh-alternierend.xlsm» verwendet werden.

Die Angaben über die Familie sind im Hauptblatt einzutragen. Dieses enthält einleitend Felder zur Eingabe der Jahrgänge der Familienmitglieder, der Wohnsitzkantone, der Angaben, ob die Eltern verheiratet sind bzw. waren oder nicht, ob Wohngemeinschaften bestehen, wer die Familienzulagen bezieht, ob der Vorsorgeunterhalt eingefügt werden soll und in welcher Höhe allenfalls eine Sparquote besteht. Bei der Eingabe der Jahrgänge von Kindern werden automatisch die Familienzulagen für privatrechtliche Arbeitsverhältnisse im Wohnsitzkanton des bezugsberechtigten Elternteils (BE, ZH, LU, FR, SO, BS, BL, AG oder SG) eingefügt. Die Beträge können jedoch überschrieben werden.

Unter Ziffer 1 sind sämtliche verfügbaren Mittel der Familienmitglieder in der jeweiligen Spalte einzutragen. Die Familienzulage gilt als Einkommen des Kindes (wird aber steuerlich dem sie beziehenden Elternteil zugerechnet). Einkommen des Kindes (Lehrlingseinkommen) ist ebenfalls vollständig aufzuführen.

Unter Ziffer 2 erfolgt der Eintrag der Bestandteile des familienrechtlichen Grundbedarfs, wiederum aufgeteilt auf die einzelnen Familienmitglieder. Dies bedingt eine Aufteilung der Wohnkosten des Familienteils mit den Kindern auf den Elternteil und die Kinder. In der entsprechenden Zeile sind die Wohnkostenanteile der Kinder einzutragen, z.B. nach der Zürcher Tabelle, wobei dem Elternteil ein angemessener Anteil verbleiben sollte. Diese werden von den Wohnkosten des hauptbetreuenden Elternteils abgezogen. Auszuscheiden sind grundsätzlich ebenfalls die auf die Kinder-Unterhaltsbeiträge entfallenden Anteile an den Steuern. Dies muss nach Ermessen erfolgen, da hierfür keine Formel besteht. Je nach herrschender Gerichtspraxis kann darauf auch verzichtet werden. Bei den Kindern können anstelle der betreibungsrechtlichen Grundbeträge auch Tabellenwerte (Zürcher Tabelle, Aargauer Tabelle) eingefügt werden. Dies ist jedoch weiter unten bei der Überschussverteilung zu berücksichtigen.

Unter Ziffer 3 wird die Differenz zwischen den verfügbaren Mitteln und dem Grundbedarf ermittelt. Beim Grundbedarf wird der auf die Vorsorge und allfällige Unterhaltsbeiträge an Dritte entfallende Teil separat ausgewiesen. Dies spielt jedoch erst bei der Ausscheidung des Betreuungsunterhalts unter Ziffer 5 eine Rolle. Für die Verteilung der Differenz bestehen zwei Zeilen, «Vorabzuteilung» und «Verteiler für Überschuss/Manko». Der Verteiler beruht auf den Köpfen der Familienmitglieder (Erwachsene ein Kopf, Kinder ein halber Kopf). Wird der Grundbedarf der Kinder nach Tabellenwerten ermittelt, entfällt für sie ein Kopfanteil, da dieser in den Tabellenwerten enthalten ist. Ausgenommen von der Verteilung nach Köpfen sind die Mankofälle, wo das gesamte Manko dem hauptbetreuenden Elternteil angelastet wird. Der hauptbetreuende Elternteil erhält einen Kopfanteil, wenn die Eltern verheiratet sind oder waren, was oben auf dem Blatt einzugeben ist. Waren die Eltern nie verheiratet, erscheint (mit Ausnahme der Mankofälle) die Zahl Null. Korrekturen der Überschussverteilung nach Köpfen erfolgen in der Zeile «Vorabzuteilung», wo ein Frankenbetrag oder eine Formel mit Verweis auf andere Zellen, namentlich den eigenen Überschuss des hauptbetreuenden Elternteils, eingegeben werden kann. Aus technischen Gründen muss diese Zahl negativ sein (Ausnahme bei Zuteilung eines Mankoanteils). Vorab zugeteilt werden können eine Sparquote, ein frei verfügbarer Anteil des nie mit dem verpflichteten Elternteil verheiratet gewesenen hauptbetreuenden Elternteils an seinem eigenen Einkommen oder ein frei verfügbarer Anteil des Kindes an seinem Lehrlingseinkommen. Die Zeile «Vorabzuteilung» wird ebenfalls (automatisch) verwendet, wenn in einem Mankofall die verfügbaren Mittel nicht zur Deckung des Barunterhalts der Kinder ausreichen.

Unter Ziffer 4 wird unter Berücksichtigung, dass der Betreuungsunterhalt wirtschaftlich dem betreuenden Elternteil zukommen soll, ein «wirtschaftlicher» Unterhaltsanspruch ermittelt. Dieser ergibt sich aus dem Grundbedarf, der Vorabzuteilung und dem nach Köpfen bestimmten Überschussanteil. Die (negative) Zahl in der Zeile «Unterhaltsanspruch wirtschaftlich» beim verpflichteten Elternteil entspricht dem von diesem zu leistenden Gesamtunterhaltsbeitrag.

Unter Ziffer 5 («Unterhaltsanspruch rechtlich») wird der zunächst beim hauptbetreuenden Elternteil aufgeführte Gesamtunterhaltsbeitrag auf die berechtigten Familienmitglieder verteilt. In einem ersten Schritt wird der Barunterhalt der Kinder (Grundbedarf abzüglich eigenem Einkommen zuzüglich Vorabzuteilung und nach Köpfen bestimmtem Überschussanteil) auf die Kinder umgelagert. In einem zweiten Schritt wird ein Manko des hauptbetreuenden Elternteils, bestehend aus der Differenz zwischen seinem eigenen Einkommen und seinem Grundbedarf (ohne Berücksichtigung der Vorsorge), in den Betreuungsunterhalt verschoben. Gleichzeitig wird der Betreuungsunterhalt auf die Kinder aufgeteilt. Dies erfolgt standardmässig zu gleichen Teilen auf alle Kinder. Alternativ kann (rein zum Zweck der Verteilung des Betreuungsunterhalts) der Betreuungsbedarf der einzelnen Kinder in Prozenten eingegeben werden (siehe unten beim objektivierten Ansatz). Das Blatt rechnet dann die eingegebenen Zahlen auf insgesamt 100 % auf. In einem dritten Schritt erfolgt eine allfällige Umlagerung des Überschussanteils des hauptbetreuenden Elternteils auf den Betreuungsunterhalt. Bei nie verheirateten Eltern erfolgt dies automatisch zu 100 %, wenn dem hauptbetreuenden Elternteil mittels Vorabzuteilung ein Überschussanteil zugewiesen wird, den er nicht selber finanzieren kann. Ansonsten kann gegebenenfalls manuell eine Prozentzahl eingegeben werden. Wird dies nicht getan, wird der Überschussanteil dem persönlichen Unterhalt zugewiesen. Im gleichen Schritt kann durch Eingabe einer negativen Prozentzahl ein ursprünglich dem Betreuungsunterhalt zugewiesener Betrag in den persönlichen Unterhalt «zurückgeholt» werden. Wenn der hauptbetreuende Elternteil einen Überschuss aufweist und einen Teil des Barunterhalts der Kinder tragen muss, erfolgt auf der nächsten Zeile eine Umlagerung auf das Kind, was zu einer Verminderung des im ersten Schritt dem unterhaltspflichtigen Elternteil auferlegten Barunterhalts führt.

Unter Ziffer 6 erscheint das Ergebnis. Ersichtlich sind der allfällige persönliche Unterhaltsbeitrag des hauptbetreuenden Elternteils, die Unterhaltsbeiträge für die Kinder, aufgeteilt nach Barunterhalt und Betreuungsunterhalt, sowie das Total der Unterhaltsbeiträge. Das Ergebnis kann auf dem Blatt «Unterhalt» kontrolliert werden, in welches die Eingaben auf dem Hauptblatt übernommen werden. In Mankofällen ist die Verteilung des Mankos auf die einzelnen Bestandteile des Unterhalts ersichtlich.

Das schreibgeschützte Blatt «Résumé» enthält eine Zusammenfassung der Ergebnisse auf einer A4-Seite in der Darstellung des Hauptblattes.

Die im Hauptblatt rot erscheinenden Zahlen werden (via das Blatt «Unterhalt») auf das Blatt «Steuerangaben» übertragen oder dort zu Abzügen verarbeitet. Die erscheinenden Beträge sind jedoch zu kontrollieren und nötigenfalls anzupassen. Bei Wohneigentum müssen beim Einkommen der Eigenmietwert, der Unterhaltsabzug und der Schuldzinsenabzug und beim Vermögen der Steuerwert und die hypothekarische Belastung manuell eingegeben werden.

Im Blatt «Vorsorge» werden ebenfalls Angaben aus dem Hauptblatt übernommen und verarbeitet. Das Blatt rechnet auch dann, wenn im Hauptblatt der entsprechende Schalter auf «n» gestellt ist, nur wird das Resultat diesfalls nicht in die Unterhaltsberechnung übertragen. Die Berechnung erfolgt nach der Methode des Beitragsausfalls (BGer 5A_210/2008 und 5A_899/2012). Erziehungsgutschriften der AHV werden standardmässig nicht berücksichtigt, was aber verändert werden kann (vgl. dazu allerdings das Urteil des Obergerichts Zürich vom 01.04.2016, LC150023, E. 2.9.4). Der für die Ermittlung des gebührenden Verbrauchsunterhalts anzurechnende Überschuss wird standardmässig aus dem Hauptblatt übernommen. Es kann aber auch manuell der Überschuss vor der Trennung eingegeben werden (BGE 135 III 158 E. 4). Dazu kann die Tabelle «17-uh-vor_trennung.xlsx» dienen. Siehe zum Vorsorgeunterhalt auch die Kurzanleitung auf dieser Webseite.

Bei der Tabelle nach der Betreuungsquotenmethode (12-uh-betreuungsquoten.xlsm) werden ebenfalls unter den Ziffern 1 und 2 die verfügbaren Mittel und der Grundbedarf aller Familienmitglieder eingegeben. Unter Ziffer 3 wird der Barbedarf der Kinder (Grundbedarf und allfällige manuell einzugebende Erhöhung) im Verhältnis der Überschüsse der Eltern aufgeteilt. Unter Ziffer 4 wird der Betreuungsunterhalt ermittelt. Zunächst ist der Grundbedarf des hauptbetreuenden Elternteils festzustellen. Standardmässig wird dieser aus der Ziffer 2 übernommen (ohne private Vorsorge, Unterhaltsbeiträge an Dritte und weitergeleitete Familienzulagen). Es kann jedoch auch direkt ein Betrag eingegeben werden, namentlich wenn beide Eltern betreuen. Alsdann ist der prozentuale Anteil einzugeben, welcher der Fallkonstellation, namentlich dem Alter des jüngsten Kindes, entspricht. Als nächstes sind die Erwerbspensen der Elternteile einzugeben. Die Differenz zwischen dem konkreten Erwerbspensum und 100 % entspricht dem Anteil an der Betreuungszeit und bestimmt die Aufteilung des Betreuungsunterhalts unter die Eltern. Für die Aufteilung unter die Kinder ist die Betreuungszeit aufgrund des Alters in Prozent anzugeben (z.B. ein Kind unter 6 Jahren mit 100 % Betreuungszeit und ein Kind über 10 Jahren mit 50% Betreuungszeit ergibt eine Aufteilung 66.67 zu 33.33 %). Das Blatt ermittelt dann die Anteile beider Eltern am Betreuungsunterhalt jedes Kindes und die Differenz, die derjenige Elternteil, der weniger betreut, demjenigen, der mehr betreut, als Betreuungsunterhalt erstatten muss. Unter Ziffer 5 erfolgt ein Vergleich mit einer Berechnung nach der Überschussverteilungsmethode, wobei dort immer nach Köpfen aufgeteilt wird, in der Überlegung des Autors und der Autorinnen der Methode, dass der Betreuungsunterhalt den massgebenden Bedarf der Eltern unabhängig von deren Zivilstand decken soll, damit die Kinder aus verschiedenartigen Beziehungen nicht unterschiedlich behandelt werden. Durch manuelle Korrektur einzelner Posten in Ziffer 6 (Betreuungsunterhalt, persönlicher Unterhalt) oder in Ziffer 3 (Erhöhung des Barbedarfs der Kinder) soll schliesslich erreicht werden, dass der Unterhaltsbeitrag insgesamt nicht höher oder tiefer ausfällt als nach der Überschussverteilungsmethode. Entscheidend ist dabei der Vergleich beim Überschussanteil des verpflichteten Elternteils. Mittels blauer Einfärbung wird darauf hingewiesen, wo gegebenenfalls Korrekturen einzugeben sind. Persönlicher Unterhalt für den hauptbetreuenden Elternteil ist manuell einzugeben.

Die Berechnungen können sowohl für Unterhaltsbeiträge bei bestehender Ehe (Art. 176 ZGB und Art. 276 ZPO) als auch für solche nach Scheidung (Art. 125 ZGB) verwendet werden. Es sind jedoch gegebenenfalls andere Werte einzusetzen, je nachdem ob die Berechnung für eine kürzere oder längere Frist erfolgt.

Wenn gleichzeitig mit der Unterhaltsberechnung auch die Voraussetzungen für das Recht zur unentgeltlichen Rechtspflege (uR) im Kanton Bern überprüft werden sollen, können im Blatt «Unterhalt» die standardmässig ausgeblendeten Zeilen unterhalb von Ziffer 5 eingeblendet werden, wofür das Makro «uR/AJ» (rote Schaltfläche) verwendet werden kann. In diese Zeilen können auch Eingaben gemacht werden.

4.3 Güterrecht

Diese Tabellen ermöglichen die Berechnung einer güterrechtlichen Auseinandersetzung bei Errungenschaftsbeteiligung. Dabei wird strikte nach der gesetzlichen Regelung vorgegangen: Aufnahme der im Zeitpunkt der Auseinandersetzung vorhandenen Vermögenswerte und Schulden, gegebenenfalls Ausgleich nicht mehr vorhandener Vermögenswerte mittels Ersatzforderungen, Hinzurechnungen unter den Voraussetzungen von Art. 208 ZGB, Ergebnis gleich Geldforderung des einen an den anderen Ehegatten nach Verrechnung. Schulden sind mit dem Betrag und negativem Vorzeichen in die Tabellen aufzunehmen.

Sofortige Zuordnung (21-gr-sofort.xlsx)
Diese Tabelle beruht darauf, dass bereits im Moment der Eingabe bekannt ist, welcher Vermögenswert zu welcher Gütermasse gehört und ermöglicht eine übersichtliche Darstellung. Bei nachträglichen Veränderungen muss der Eintrag gelöscht und am anderen Ort neu erstellt werden.

Spätere Zuordnung (22-gr-spaeter.xlsx)
Dieses Blatt ermöglicht es, zunächst ein Inventar aller Vermögenswerte und Schulden aufzustellen und diese erst nachträglich den einzelnen Gütermassen zuzuordnen. Bei der Zuordnung müssen die folgenden Abkürzungen verwendet werden:

Eigengut Mann EGM
Eigengut Frau EGF
Errungenschaft Mann ERM
Errungenschaft Frau ERF
Errungenschaft beide gemeinsam
(Zuordnung je hälftig an ERM und ERF)
ERB

Im Zweifelsfall ist diese Tabelle derjenigen mit sofortiger Zuordnung vorzuziehen.

Mehrwertberechnungen (23-gr-zgb206.xlsx und 24-gr-zgb209.xlsx)
Es besteht je eine Tabelle für Berechnungen gemäss Art. 206 ZGB (Investitionen in Vermögenswerte des anderen Ehegatten) und Art. 209 Abs. 3 ZGB (Investitionen in Vermögenswerte der anderen Gütermasse desselben Ehegatten). Sie beruhen auf der Berechnung in BGE 123 III 152 bzw. dem Kommentar von Hausheer/Jaun zu diesem BGE in ZBJV 133/1997 512. Diese Hilfstabellen können mit dem Befehl «Verschieben oder kopieren» nach Rechtsklick auf die Lasche unterhalb der Tabelle in die Arbeitsmappe Güterrecht aufgenommen und mit der Haupttabelle so verknüpft werden, dass das jeweilige Resultat der Mehrwertberechnung in der Haupttabelle erscheint.

4.4 Vorsorgeausgleich (Teilung der Austrittsleistungen)

Siehe dazu auch den separaten Kommentar. Die Veränderungen des BVG-Mindestzinssatzes einschliesslich der Senkung auf 1% per 1. Januar 2017 sind in den Tabellen berücksichtigt. Die Gesetzesrevision zum Vorsorgeausgleich wurde eingearbeitet.

Regelfall (31-vs-austrittsleistungen.xlsx)
Diese Tabelle errechnet die während der Ehe erworbenen Austrittsleistungen beider Ehegatten und den gemäss Art. 122 f. ZGB und Art. 22b FZG zu übertragenden Betrag. Im Weiteren können mit einem separaten Blatt Aufzinsungsberechnungen aller Art vorgenommen werden (für weitere Freizügigkeitsguthaben oder aus Eigengut finanzierte Einmaleinlagen).

Berechnung nach Art. 22b FZG (32-vs-fzg22b.xlsx)
Diese Tabelle enthält gegenüber dem Regelfall ein zusätzliches Blatt, mit welchem in Anwendung der Tabelle des EDI gemäss Art. 22b FZG die Austrittsleistung bei Eheschluss errechnet werden kann, wenn diese nicht genau bekannt ist. Der Tabellenwert wird dabei automatisch ermittelt. Mit einem weiteren Blatt können die Einmaleinlagen im Interpolationszeitraum behandelt werden. Alle Blätter sind miteinander verknüpft, so dass die Angaben direkt übertragen werden. Zu beachten ist, dass Aufzinsungen in diesem Zusammenhang generell mit dem bis zum 31. Dezember 2002 geltenden Mindestzinssatz von 4 % erfolgen. Der Zeitpunkt der ersten gemeldeten Austrittsleistung (Zeitpunkt A) muss deshalb vor diesem Datum liegen.

Berechnung bei Vorbezug Wohneigentumsförderung (33-vs-vorbezug-wef.xlsx)
Diese Tabelle berücksichtigt den Umstand, dass Vorbezüge für Wohneigentumsförderung nicht aufgezinst werden und wendet diesen Grundsatz auf den vorehelichen Teil des Vorbezugs an. Dieser wird somit für die Berechnung der während der Ehe erworbenen Austrittsleistung ab dem Zeitpunkt des Vorbezugs nicht mehr aufgezinst. Der Zinsverlust wird gemäss Art. 22a Abs. 3 FZG anteilsmässig dem vor der Eheschliessung und dem danach bis zum Bezug geäufneten Vorsorgeguthaben belastet. Es ist deshalb in der entsprechenden Zelle immer die Methode «proportional» zu wählen. Die Datei enthält ebenfalls eine Tabelle zur Berechnung der Austrittsleistung bei Heirat gemäss Art. 22b FZG.

Aufzinsungen mit BVG-Mindestzinssatz (39-vs-aufzinsung-bvg.xlsx)
Diese Tabelle ermöglicht die Vornahme von Aufzinsungen mit dem jeweiligen BVG-Mindestzinssatz. Sie kann mit dem oben beschriebenen Vorgehen in andere Tabellen integriert werden.

4.5 Unentgeltliche Rechtspflege

Die entsprechenden Tabellen beruhen auf dem Kreisschreiben Nr. 1 der Zivilabteilung des Obergerichts des Kantons Bern und des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern. Sie enthalten keine automatische Steuerberechnung.

Allgemein (41-ur-be-allgemein.xlsx)
Dieses Blatt ist überall dort anwendbar, wo sich die Frage nach der Geltendmachung des dem Anspruch gegenüber dem Staat auf unentgeltliche Rechtspflege vorgehenden Anspruchs auf Leistung eines Prozesskostenvorschusses gegenüber dem anderen Ehegatten gestützt auf die eheliche Unterhaltspflicht (vgl. dazu BGE 142 III 36 E. 2.3 S. 39 mit Hinweisen) nicht stellt, d.h. bei Einzelpersonen und Ehegatten in ungetrennter Ehe.

Getrennt lebende Ehepaare (42-ur-be-ehepaar.xlsx)
Dieses Blatt ermöglicht nebst der Prüfung der Voraussetzungen für die unentgeltliche Rechtspflege auch die Beantwortung der Frage, ob der andere Ehegatte in der Lage ist, einen Prozesskostenvorschuss zu leisten. Es ist dann zu verwenden, wenn die Unterhaltsbeiträge bereits festgesetzt sind. Andernfalls ist eine Tabelle für Unterhalts- und Steuerberechnung mit Einblendung der Zeilen für die unentgeltliche Rechtspflege (siehe oben) einzusetzen.